Bearbeitung von Kleinteilen als Schüttgut

Teile, die in ausreichender Menge als Schüttgut vorliegen und sich durch die Umwälzungen nicht verhaken oder verformen können in Trommel- oder Glockenanlagen mit galvanischen Überzügen versehen werden, ausgenommen sind Chromüberzüge oder bestimmte abscheidbare Legierungen.

Schleifen, Bürsten, Polieren, Mattieren

Für die dekorative Oberflächenbearbeitung ist es notwendig entsprechende mechanische Vor- bzw. Nachbearbeitungsschritte vorzunehmen. In den meisten Fällen muss ein Werkstück zuerst in mehreren Schritten von grob bis fein geschliffen werden bevor ein galvanischer Überzug aufgebracht wird. Dieser wird dann entsprechend der Endoberfläche poliert, mattiert oder gebürstet. Danach wird ggf. der endgültige Niederschlag aufgebracht. Zum Beispiel wird eine PKW-Stoßstange zuerst in mehreren Stufen geschliffen, gebürstet, anschließend stark verkupfert. Anschließend wird die Kupferschicht hochglänzend poliert und dann mit einem Nickelniederschlag versehen, der dann verchromt wird.

Sandstrahlen und Glasperlenstrahlen

Diese Verfahren werden angewendet um Oberflächen zu Reinigen oder um je nach Strahlgut und Luftdruck mattierte Oberflächen zu erzeugen. Zur Vorbehandlung hochglänzender Schichten ist dieses Verfahren üblicherweise nicht geeignet. Dünnwandige Teile können sich verziehen. Eine technische Beratung sollte ggf. erfolgen.

Chemisches Entgraten von Stahl

Stanzteile besitzen fertigungsbedingt oftmals an den Schnittkanten einen mehr oder weniger starken Grat. Dieser kann durch chemische Verfahren entfernt werden, ohne dass die Gesamtoberfläche angegriffen wird.

 

Schichtdickenkontrolle durch geeignete Messverfahren

Sämtliche Oberflächen sind mit unterschiedlich starken Verunreinigungen behaftet, zu denen auch Fettbestandteile gehören, die ebenfalls unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Die Fettfreiheit eines Teiles ist für den Gebrauch sowohl im Lebensmittelsektor als auch in der Technik von großer Bedeutung. Fettfreiheit ist immer gegeben, wenn ein Teil sich ganzflächig mit Wasser benetzen lässt. Ausgenommen sind hydrophobe Oberflächen, dazu gehören z. B. verchromte Oberflächen bei denen kein zusammenhängender Wasserfilm Bestand hat.